PRESSEMITTEILUNG Nr. 2026 - 370 21.10.2026 Sperrfrist: keine Wöhrdenbrücke: Größere Schäden, aber keine akute Gefahr - Lange Sperrung wird nötig Tuttlingen. An der Wöhrdenbrücke besteht keine akute Gefahr, allerdings liegen gravierende Schäden vor, die eine umfassende Sanierung oder gar einen Abriss und Neubau nötig machen. Dies ist das Ergebnis der Untersuchung durch die Materialprüfungsanstalt Stuttgart (MPA), das OB Michael Beck am Montag im Gemeinderat vorstellte. Eine Woche lang waren die Experten der MPA vor Ort und nahmen mit speziellen Messgeräten die Brücke unter die Lupe. Ähnlich wie bei einem MRT wurde dabei das Innere des Betons durch Magnetfelder sichtbar gemacht - mit einem zunächst beruhigenden Ergebnis: Die Spannstähle im Inneren des Betons, die große Teile der Konstruktion tragen, sind nicht verrostet. "Die Brücke ist nicht akut einsturzgefährdet - wir müssen sie also nicht sperren", so OB Beck. Erledigt ist das Thema allerdings nicht, denn andere Schäden an der Brücke sind eindeutig und wurden schon bei der ersten Untersuchung durch das Ingenieurbüro Reh im Frühjahr klar festgestellt: Der Beton des nördlichen Widerlagers - also des großen Betonklotzes am Ufer, auf denen die eigentliche Brücke aufliegt - ist schadhaft. Allerdings sind die Schäden nicht so groß, dass sofort gehandelt werden müsste - mit Ausnahme der Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen, die weiter bestehen bleibt. "Wir haben jetzt gut drei Jahre Zeit, um in Ruhe zu planen und auch den Bau klug zu terminieren", so OB Beck am Montag. Dabei muss vor allem eine grundsätzliche Frage abgewogen werden: Reißt man die Brücke ganz ab und baut komplett neu? Oder belässt man es dabei, das defekte Widerlager zu sanieren? Diese Lösung hätte allerdings den Nachteil, dass mit allergrößter Wahrscheinlichkeit der Rest der Brücke ein paar Jahre später auch fällig würde und dann ein zweites Mal alles gesperrt werden müsste. In den kommenden Monaten wird die Stadt hierzu eine wirtschaftliche Lösung ausarbeiten. Klar ist aber schon jetzt auch: In beiden Fällen wird die Wöhrdenbrücke für längere Zeit ausfallen, was größere Verkehrsprobleme nach sich ziehen wird. Mit mehreren Jahren Vorlauf lässt sich das Projekt aber so planen, dass es keine größeren Parallelbaustellen gibt. Bildunterschrift: MRT für eine Brücke: Das Team der MPA bei der Arbeit. Bildnachweis: Stadt Tuttlingen Hinweis: Sie können das von uns zur Verfügung gestellte Bildmaterial unter Angabe der Quelle gerne kostenfrei im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwenden. Bitte übernehmen Sie das Material jedoch in kein Archiv oder andere dauerhafte Ablage, da darüber hinaus gehende Verwendungszwecke jedes Mal einzeln angefragt und genehmigt werden müssen. - 2 - Stadt Tuttlingen Rathausstraße 1 78647 Tuttlingen www.tuttlingen.de Pressestelle: Arno Specht Tel. 07461 / 99-201 Fax. 07461 / 99-324 arno.specht@tuttlingen.de